Fachärzte

Dr. med. Berthold Padberg                     Kooperationspartner der Uniklinik Köln

Dr. med. Dipl. -Chem. Gisela Padberg

Privat und Kasse  

 

  

 

Hyperhidrose

LogoAerztehaus

 

 

 

 

 

 

 

Wir möchten  Sie über die Möglichkeiten einer Behandlung des übermäßigen Schwitzens (Hyperhidrose)  informieren. Dieses Merkblatt soll bei der Beantwortung einiger Fragen hierzu behilflich sein.

 

Wie kommt es zu übermäßigem Schwitzen?

Die Schweißdrüsen in der Haut sind mit Nervenendigungen des unwillkürlichen (vegetativen) Nervensystems verbunden. Dieses steuert ohne bewussten Willen zahlreiche Körperfunktionen wie Herzrhythmus, Blutdruck, Verdauung und Wärmehaushalt. In der Regel dient das Schwitzen der Wärmeabgabe. Es kommt aber vor, dass spontan vermehrt Nervenimpulse an die Schweißdrüsen gesandt werden und die Betroffenen zu schwitzen beginnen, ohne dies beeinflussen zu können. Dies tritt besonders unter Stressbedingungen auf und äußert sich dann am stärksten dort, wo die meisten Schweißdrüsen in der Haut zu finden sind: in den Achselhöhlen, sowie an Händen und Füßen.

Übermäßiges Schwitzen stellt ein weit verbreitetes Problem dar. Bei besonders ausgeprägten Formen kann es nicht nur zu Problemen im sozialen Umfeld, sondern auch zu Folgekrankheiten des Hautorgans kommen. So wird beispielsweise das Auftreten von Pilzinfektionen ebenso wie die Ausbildung chronischer Entzündungsreaktionen vermehrt in feuchten Hautarealen beobachtet.

 

Therapiemöglichkeiten

Prinzipiell lassen sich zwei Arten der Behandlung unterscheiden: operative und nichtoperative.

Operativkönnen die stark schwitzenden Hautpartien durch einen chirurgischen Eingriff in Narkose entfernt werden; alternativ werden die Schweißdrüsen mittels sog. Kürettage ausgeschabt. Wesentlicher Nachteil: es  entstehen  Narben. Eine weitere operative Methode ist die Zerstörung bestimmter Nervenknoten im Brustbereich, die Nervenimpulse verarbeiten und an die Schweißdrüsen weiterleiten.

Nichtoperativkönnen die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen durch Auftragen einer Aluminiumchloridlösung zeitweilig verstopft werden. Entsprechende Lösungen, die in der Apotheke hergestellt werden, können wir Ihnen auf einem Privatrezept verordnen.

Weiterhin können nervenhemmende Tabletten verabreicht werden. Leider ist hier häufig mit Nebenwirkungen zu rechnen, da oft auch andere vegetative Funktionen mit gehemmt werden. Mit Müdigkeit, Schwindel und Kreislaufproblemen ist zu rechnen. Die richtige Dosierung dieser Medikamente muss daher einschleichend erprobt werden.

 

Unsere Empfehlung:

Behandlung mit Botulinumtoxin A (Botox)

Die Schweißproduktion kann elegant durch eine Injektionsbehandlung mit Botulinumtoxin A innerhalb von wenigen Tagen erheblich vermindert und damit eine sowohl objektiv als auch subjektiv verbesserte Lebensqualität erzielt werden.

Botulinumtoxin A ist ein natürlich vorkommendes Eiweiß, dessen Wirkung auf die Nerven zu einer Entspannung der Muskulatur führt. Es wird seit vielen Jahren zur Behandlung von Gesichts-, Augen- und Nackenkrämpfen eingesetzt. Botulinumtoxin A hemmt die Überleitung ganz bestimmter Nervenimpulse. Wird es in die Haut gespritzt, so gelangt es zu den dort sitzenden Schweißdrüsen und blockiert gezielt die dorthin geleiteten Impulse. Andere Nervenfunktionen, wie das Fühlen oder Tasten durch die Haut, werden dadurch nicht beeinflusst.

Mögliche Risiken:

Wie bei jeder anderen Einspritzung in die Haut kann es in seltenen Fällen an den Injektionsstellen zu einer Hautreizung, einer Hautinfektion, zu einer leichten Schwellung oder zu einem kleinen Bluterguss kommen. Dieses Risiko wird durch blutverdünnende Medikamente erhöht. Bitte informieren Sie uns unbedingt, wenn Sie blutverdünnende Medikamente wie z.b. Acetylsalicylsäure (Aspirin®, ASS) oder Marcumar® einnehmen. Allergische Reaktionen (Rötung, Juckreiz) an der Injektionsstelle, die auch nach wiederholter Anwendung von Botulinumtoxin A auftreten können, sind höchst selten.

Von Privatkassen wird die Behandlung übernommen, wenn durch einen Schweißtest eine krankhafte Hyperhidrose nachgewiesen wird. Kassenpatienten müssen die Behandlungskosten leider selber tragen.

 

 

clear
clear
clear